Hallo New Orleans.

Hallo Welt,

Kinder, wie die Zeit vergeht. Schon vor 3 Monaten bin ich hier gelandet: New Orleans. In dieser bunten, aufregenden und verrückten Stadt. Das war ein komisches Gefühl als wir im Landeanflug waren und ich meine neue Heimat für die nächsten Monate von oben bei starkem Regen so betrachtet habe. 

So schnell kann man sich einen seiner größten Träume erfüllen. Lange hab‘ ich mich nicht getraut, aus den unterschiedlichsten Gründen, die ich mir immer zurecht gelegt habe. Dann kam es im Juni 2016 so: Ausbildung abgeschlossen, andere Kurse, die ich machte auch fertig. Praktika beendet und dann endlich zu überlegen begonnen. Jetzt gab es keine Ausreden mehr. Meine nächste Ausbildung beginnt erst im Oktober 2017, gespart hab‘ ich auch etwas. Zeit wird’s – endlich weg. Mal länger als ein paar Wochen, den großen Traum erfüllen, noch mehr reisen und in eine andere Stadt in einem anderen Land ziehen. Jetzt wohn‘ ich hier ein paar Monate mit einer meiner besten Freundinnen in einer WG in der Nähe des Campus‘, bevor es im Mai weitergeht. (Shoutout an Daisy: du tolle, verrückte, liebenswerte Nudel!)

Zeit um Yoga und Sport zu machen, Musik zu schreiben, sich inspirieren zu lassen, das Leben in vollen Zügen zu genießen. Ein wahrer Luxus und ich schätze jede einzelne Minute davon. Nicht im Dauerstress zu sein und mal hören, was der Kopf alles zu sagen hat und dabei gut zuzuhören. Spannend, sag ich euch. 

Vor allem aber wird mir in dieser Stadt bestimmt nicht langweilig…

Für eine Musikfanatin wie ich es bin, ist New Orleans ein wahres Schlaraffenland. Musik an JEDER Ecke. Konzerte, Musicals, Jazz- und Bluesbands… Und alles was mein kleines, vor Glück überschäumendes Herzl noch so begehrt. 

Was mich unfassbar begeistert sind die vielen tollen Bands, die in Amerika gerade auf Tour sind. Der Veranstaltungskalender hat mir einen kleinen Schlag versetzt, wie ihr euch sicher vorstellen könnt. Alles würde ich gerne gehen, alles. Aber das wäre eine zu große Zumutung für meine arme Geldtasche. Ein paar Bands kann ich mir aber trotzdem nicht entgehen lassen. Nachdem Radiohead und Norah Jones ausverkauft waren (argh!), schnappte ich mir schnell Tickets für Blind Pilot und Jimmy Eat World. Blind Pilot war bereits im Feber. (Wow, einfach wow.) Jimmy Eat World folgt morgen. Außerdem werden Daisy und ich ein paar Tage beim weltbekannten Jazz Fest dabei sein. 

Also ja, Musik steht hier hoch im Kurs und das lässt mich die Stadt noch mehr lieben. 

Eine besonders absurd große Schwäche hab‘ ich übrigens für Beignets. Dieses süße Gebäck (eine Mischung aus Kiachl und Donut mit sehr (!) viel Puderzucker) ist berühmt in New Orleans. Im originalen Café du Monde auf der Decatur Street muss man meistens in der Schlange warten, um einen Tisch zu bekommen. Aber es lohnt sich! Für diese kleine verführerische, Diabetes fördernde Köstlichkeit stellen sich nicht nur Massen an Touristen an, sondern auch Einheimische finden ihren Weg in das beliebte Café. (Es hat übrigens 24/7 geöffnet- schwer zu meiner Sucht beitragend.) 

Besonders oft zieht es mich in die Frenchmen Street. Ein tolles Lokal neben dem anderen und überall locken Musiker und Sänger mit ihrer heiteren und ehrlichen Musik begeisterte Zuhörer an. Eines meiner (und Daisys) Lieblingslokale ist beispielsweise das Maison. Hier gibt es nicht nur jeden Tag live Musik und am Abend genug Platz um zu tanzen, sondern auch eine wirklich gute lokale Küche. Ich bin besonders anfällig für die Mini-Burger mit Süßkartoffelpommes und dem Pecan-Pie…

Ein perfekter Tag in New Orleans sieht für mich im Moment so aus: Am Morgen eine Runde Laufen gehen, solange das Wetter noch nicht zu schwül und drückend ist. Danach frühstücken (Porridge mit Erdbeeren und einem Kaffee), während eine Indie Playlist im Hintergrund mir die Laune noch mehr verbessert. Zu Mittag Pilates und Yoga bei der besten und witzigsten Yogalehrerin Elaine gehen, um danach mit dem Bus in den Frenchquarter zu fahren. Daisy und ich haben mittlerweile ein kleines Ritual, dass wir vor jedem Besuch im Café du Monde einen Stopp im Aunt Sally’s Praliné Shop machen. Dort kann man nämlich zwei verschiedene Pralinensorten gratis verkosten. Danach geht’s weiter zum Café, wo wir uns Beignets und einen Café au lait holen und damit über die Gleise zur Riverfront spazieren. Auf einer Bank in der Sonne wird dann versucht, den Puderzucker der Beignets nicht komplett über uns zu kippen, gemütlich den heißen Kaffee zu trinken und Booten beim Fahren auf dem Mississippi River zuzusehen. Danach noch in die Frenchmen Street schlendern, zahlreichen Musikern auf der Straße zuhören, um schließlich in einem Lokal zu landen und dort die Jazzband zu genießen… perfekt.

Besser geht’s kaum… Toppen kann das Ganze nur noch ein anschließender Harry Potter Abend mit Daisy und Tobi. Der sieht nämlich wie folgt aus: der Jogginghosenmodus wird ausgerufen, die Lichterkette eingesteckt, der Laptop mit einem weiteren Harry Potter Teil vorbereitet und der Wein entkorkt, in der Hoffnung, dass dieser endlich geschmacklich an unsere verwöhnten Geschmacksnerven herankommt. (Amerika hat manche Stärken, aber Wein gehört definitiv nicht dazu.) Davor wird noch gekocht und die Snacks vorbereitet. Mit diesen beiden lieben, herzensguten und lustigen Menschen vergeht wirklich kein Abend, an dem wir uns nicht vor lauter Lachen kaum halten können, weil Daisy beispielsweise versehentlich Eis über ihren Bildschirm kippt.

Es gibt noch so viel zu erzählen… Freut euch auf Touri-Tipps, Plantagenbesuche und vor allem auf Mardi Gras! Aber das werde ich auf den nächsten Post verschieben. 

Das war er, der erste kleine Zwischenbericht aus New Orleans. 

Mir geht es sehr gut und ich genieße jede Sekunde.

Stay tuned. :)

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